Magic Lights: Manfrotto MOKLYP5S SMT LED

Professionell fotografieren mit kleinem Licht - Tipps aus der Praxis.

Heute will ich ein neues kleines Tool vorstellen, das seit einiger Zeit meinen Fotokoffer bevölkert und sich ausgezeichnet eignet, manche Motive mit einem zusätzlichen „magischen Licht“ aufzuladen. Bei dem Manfrotto MOKLYP5S SMT LED handelt es sich um ein ungefähr 8 x 2,5 x 2,5 Zentimeter großes Licht mit 3 verbauten LEDs. Manfrotto hat es ursprünglich als Filmlicht für die iPhone-Kamera konzipiert. Irgendwann bin ich mehr oder weniger zufällig im Web über dieses Tool gestolpert und habe es mir spontan gekauft. Die kleinen Abmessungen und das einfach Handling (Aufladen eines eingebauten Akkus via USB-Kabel) haben mir gefallen und ich hatte das Gefühl, dass das kleine Licht eine ideale Ergänzung unseres bisherigen Dauerlicht-Ensembles sein könnte.

Mittlerweile haben wir es bei ersten Produktionen auch erfolgreich einsetzen können. Das LED-Licht entfaltet seine Stärke immer dann, wenn eine kleine, lokale Lichtquelle eine zu fotografierende Szene „magisch“ aufladen kann und dem Foto so insgesamt zu mehr Atmosphäre und Gefühl verhelfen kann. Durch die winzigen Abmessungen (bei gleichzeitiger erstaunlicher Lichtleistung) lässt es sich hervorragend verstecken, zum Beispiel in technischen Anlagen oder hinter allen möglichen anderen Objekten wie zum Beispiel Hände.

Derzeit habe ich leider kein Beispiel, das vom Kunden bereits freigegeben ist. Daher habe ich eben auf die Schnelle ein Bild geschossen – mit mir selbst als Modell. Die Szene zeigt meine linke Hand beim Anlegen eines Fotos in einer Papierschneidemaschine. Normalerweise ein absolut unspannender Vorgang,  Insgesamt habe ich eine LED-Flächenleuchte für das Grundlicht verwendet (von schräg vorne gesetzt) und als „magic light“ kam das Manfrotto-Teilchen dazu. Es ist unter dem linken Handballen versteckt. Die rechte Hand brauchte ich zum Fotografieren der Szene. Durch den einfachen Trick ist die Szene deutlich aufgewertet und cool anzuschauen. Fotografiert ist das Bild bei ISO 640 mit Blende 2.8 und einer 1/125 Belichtungszeit – das Lämpchen kann also was und ist keine schwachbrüstige Funzeln, sondern ein ernsthaftes Werkzeug.

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Um das Tool in unserer Technologie-Fotografie noch besser einsetzen zu können, habe ich es an mehreren Stellen mit selbstklebenden Magnetplättchen versehen. Dadurch habe ich zusätzliche Chancen bei der Befestigung, zum Beispiel wenn ich die LED-Lampe in Maschinenteilen, hinter Metallstreben usw. anbringen will. Die hochwirksamen Neodym-Magnete halten die Lampe mühelos (im obigen Bild sind das die links angebrachten Metallflächen). Bisher gab es noch keinen entsprechenden Einsatz, ich freue mich aber jetzt schon auf den Moment, wenn die Lampe an genau der richtigen Stelle magnetisch-magisch andockt und ich mir sagen kann: „Yeah – genau so habe ich mir das vorgestellt!“ 🙂

Um das LED-Licht noch flexibler nutzen zu können, habe ich zudem auf der Seite mit den LEDs zwei Klett-Flächen angebracht, die eine entsprechende Farbfolie fixieren können – genialerweise sind die Abmessungen so, dass ich die zahlreichen Farbfolien, die ich für die kleinen Handblitze zurechtgeschnitten und mit Klett-Stücken versehen habe, genau passen. Das freut das Herz des Workflow-Optimierers….! 🙂

Fazit: Im LED-Markt ist richtig was los, es lohnt sich, ein Auge auf die entsprechenden Anbieter zu haben. Die Entwicklung schreitet immens schnell voran, und ich freue mich schon jetzt auf all‘ die coolen Teile, die da noch kommen mögen.

Bei Amazon: Manfrotto MOKLSP5S SMT LED:

Bei Amazon: selbstklebende Magnetastico Neodym-Magnete

 

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Glasklar gesagt: Ich setze solche Links ausschließlich auf Dinge, die ich selbst ausgiebig erprobt habe und in der Praxis erfolgreich einsetze – und die ich daher von ganzem Herzen empfehlen kann. Also: viel Freude damit! 🙂

Baustellen beseitigt. Heute: Lampenstative

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In meinem Blogbeitrag vom 14. November 2016 habe ich von meinem Bedürfnis berichtet, Klarschiff zu machen. Aufzuräumen. Raum zu schaffen. Altlasten zu beseitigen. Ich bin weiterhin an diesem Thema dran.

Heute möchte ich darüber berichten, wie ich eine meiner ältesten Baustellen in ein äußerst befriedigendes Ergebnis überführt habe.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie lange sich Provisorien halten, wie lange unbefriedigende Lösungen Bestand haben und wie zäh sich kontinuierliches Ärgern halten kann.

Das Thema konkret? Es geht um Lampenstative.

Rückblende: ich erinnere mich genau: als ich vor rund 10 oder 11 Jahren meinen ersten großen Auftrag hatte, habe ich ein bißchen eingekauft: eine Blitzanlage, ein sehr gutes Kamerastativ von Gitzo, eine Ausstattung von Lampenstativen. In der Zwischenzeit sind zu den B.I.G.-Stativen von damals (die immer noch eine ganz gute Figur machen) neue hinzugekommen. Hensel, Calumet, ein italienischer Hersteller, dessen Name ich mir nicht merken kann, und noch ein paar weitere, von denen ich überhaupt nichts weiß, denn der Aufdruck des Herstellers ist inzwischen verschwunden. Ich weiß auch schon kaum noch, warum und wann ich die jeweiligen Modelle gekauft habe. Fakt ist aber: dieses Sammelsurium begeistert mich schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Im Gegenteil: es ärgert mich. Immer und immer wieder. Da gibt es zum Beispiel ein Stativ, dessen Luftfederung so eng ist, dass man das Teil kaum noch „heruntergefahren“ bekommt, selbst wenn man sich mit seinem ganzen Körpergewicht da dran hängt. Da ist ein Stativ, von dem ich so viele Feststellschrauben verloren habe, dass es nicht mehr benutzbar ist. Da ist ein Stativ, dessen Luftfederung so mangelhaft ist, dass ein Blitzkopf praktisch ungebremst heruntersaust, wenn man die Schrauben löst. Und da ist ein Stativ, das „klemmt“ einfach. Im Auszug und auch in den Beinen. Alle zusammen sind mir zudem zu schwer, zu voluminös, zu unpraktisch. Mit anderen Worten: Umstände, die mich ärgern, die mich vom Fotografieren ablenken und die verbessert werden müssen.

Ich habe daher die diesjährige Photokina auch dazu genutzt, mich über Stative zu informieren, sie mir vor Ort anzuschauen und einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Zugegebenermaßen bin ich nicht allzu systematisch vorgegangen, war relativ schnell bei einem der Marktführer gelandet und bin dort dann auch hängen geblieben. Ich bekenne offen: die leckeren After-Fair-Tapas und das sehr schmackhaft gezapfte Kölsch bei Manfrotto war NICHT ausschlaggebend für meine Wahl. Aber sie haben mein Wohlgefühl an dem entsprechenden Messetag durchaus befördert.

Meine Wahl fiel also auf Lampenstative von Manfrotto. Genauer: Ich habe drei Stative „Manfrotto 1052BAC Stativ Mini Compact AC“ bestellt und ein größeres Modell aus der Serie (mit mehr Auszug und mehr Stabilität).

Was mich an diesen Geräten wirklich begeistert, ist die durchgehend präzise Fertigung: bei allen vier Stativen funktioniert die Luftbremse hervorragend und genau im richtigen Maße: nicht zu schnell, nicht zu langsam. Selbst wenn wir einen der großen Blitze auf den kleineren Stativen befestigen, können wir beim Abbauen ganz schlicht die Schraube lösen, der Kopf senkt sich zügig aber sehr gut gebremst ab, und alles läuft in einem flotten, angenehmen und angemessenem Workflow. So soll das sein.

Der zweite Punkt, den ich gut finde: die Schrauben für die jeweiligen Auszüge sind im Stativ unveränderlich integriert, lediglich die außensitzenden Muttern könnte man theoretisch verlieren. Ich habe mich aber vergewissert, dass man diese Schrauben jederzeit nachbestellen kann, falls man es wirklich mal schafft, eine zu verlieren. Pluspunkt!

Und zu guter Letzt: die Stative klappen nicht „dreidimensional“ ein, sondern die drei Stativbeine klappen sich dank einer ausgeklügelten Mechanik in einer zweidimensionalen Ebene ein, liegen also flach nebeneinander. Das bedeutet, dass die Stative im zusammengeklappten Zustand „in einer Ebene“ verpackt oder gelagert werden können. Und mehr noch: man kann die Stative mittels einer einfachen Einhak-Mechanik aneinander andocken, so dass ein Block von flach aufeinanderliegenden Stativen entsteht, der wesentlich platzsparender verstaut werden kann als das bei herkömmlichen Stativen der Fall ist. Das ist supergeil – und führt ganz konkret dazu, dass in eine meiner zwei Stativtaschen (die ich damals völlig zufriedenstellenderweise von Calumet bezogen habe) nicht nur die vier Stative reinpassen, sondern auch noch eine Schirmsoftbox, 2 Schirme, ein Bodenstativ UND mein Kamerastativ. Ohne, dass es eng wird – einfach so. Gigantisch!

Wir haben diese Kombination jetzt in ca. 5 Shootings erfolgreich eingesetzt. Die Mechanik funktioniert, das Handling stimmt, der Ärger über die oben erwähnten Unzulänglichkeiten geht auf Null.

Ja, so soll das sein. Fotografen brauchen ihre ganze Kraft, ihre ganze Aufmerksamkeit und ihre ganze Konzentration, um gute Bilder zu machen. Das Leben ist zu kurz, um sich über nervende Technik zu ärgern.

Ich freue mich. Eine weitere Baustelle ist beseitigt!

Viele Grüße, Christian

P.S.: Ich habe kein anständiges Foto. Wollte eigentlich bei unserem heutigen Shooting in einer Forschungsanlage der RWTH Aachen eins gemacht haben, aber ich habe es einfach vergessen. Wie heißt es so schön: man braucht seine ganze Konzentration für die Bilder. Ich reiche das hoffentlich bald nach.

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Mein Jahr mit Fujifilm

Skeptischer Blick? Wird es funktionieren? Es hat funktioniert! :-)

Das Jahr eilt mit Riesenschritten auf sein Ende zu, die erste Adventskerze wird demnächstens entzündet, Weihnachten steht vor der Tür. Jahresabschluss. Das Tempo geht langsam runter. Noch stehen 5 oder 6 Fotoproduktionen an, das ist überschaubar. Zeit, die Dinge abzuschließen, aufzuräumen, aufzuaddieren. Zeit, Bilanz zu ziehen.

Dies ist die Geschichte meines ersten Jahres mit Fujifilm.

Am 26. Februar 2016 habe ich die erste Fujifilm Kamera der neueren Generation zum ersten Mal in den Händen gehalten: Die X-Pro2 hatte mir auf einer Händlerpräsentation so gut gefallen, dass ich ihr etwas Außergewöhnliches zugetraut habe: nämlich auch in der professionellen Fotografie – bei mir: in der Industrie- und Corporate Fotografie – zu bestehen.

Corporate Velden

Eine gute Woche habe ich mir Zeit gelassen, die Kamera kennen zu lernen, sie mir anzueignen. Und am 9. März diesen Jahres habe ich meine erste Produktion im industriellen Kontext damit fotografiert. Seitdem habe ich die Kamera bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht mehr aus der Hand gelegt – und später nur dann, wenn ich statt ihrer die X-T2 gewählt habe. Was als zögernder Versuch begann, wurde eine stürmische Affäre und dann eine belastbare und dauerhafte Beziehung. Heute ist es Liebe.

christian

Was ist passiert?

In diesem Beitrag werde ich nicht auf technische Details eingehen, werde keine minutiösen Vor- und Nachteilserwägungen durchführen oder meine Entscheidung für Fujifilm detailliert begründen. Das alles ist schon hundertfach gemacht worden – auch von mir – und die Kommentatoren sind sich weitgehend einig: mit de X-Pro2 und der X-T2 hat Fujifilm jeweils ein sehr starkes Stück Technik abgeliefert, das auf Augenhöhe mit leistungsstarken und professionellen DSLR-Kameras agiert. Die Bildergebnisse sind klasse, die Auflösung hoch, die Schärfe sehr gut und das Bildrauschen bei hohen Empfindlichkeiten hält mit den besten Kameras im Markt mit. Der AF ist ausgezeichnet. Punktum. Mehr will ich an dieser Stelle gar nicht nicht sagen. Es geht mir um etwas anderes.

Erleichterung

Als ich meinen ersten Job mit Fujifilm X-Pro2 und dem 16-55 fotografiert habe, fühlte ich mich wie ein Sportler, der vom Höhentraining in normale Verhältnisse zurückkehrt. Oder wie ein Läufer, der nach anstrengenden Trainings mit Gewichten wieder normal durch den Wald sprintet: einfach erleichtert. Ich ziehe die Kamera aus der Tasche, und das ist kein Wuchten und kein Ziehen im Unterarm: das geht ganz leicht, das fühlt sich unbeschwert an. Mein Körper erinnert sich. Es ist jetzt ungefähr 15 Jahre her, als ich zuletzt mit meiner Minolta XD-7 so fotografiert habe. Ja, genauso. Nur: heute liegt die Kamera noch besser in der Hand. Und sie kann wesentlich mehr.

Canon+Fujifilm

Kleiner Ausflug in die Geschichte

Die Geschichte der bildaufzeichnenden Apparate ist nicht linear und hat manche kuriose Entwicklung zu verzeichnen. Aber auf jeden Fall begann alles mal ganz groß und ganz schwer: mit zentnerschwerem Equipment, das aufopferungsvolle Forscher und Reisende nach Ägypten und in den Orient geschleppt haben. Dann kamen kleinere Formate, flexiblere Trägermaterialien für die lichtempfindliche Emulsion und irgendwann auch die Leica mit ihrem revolutionär kleinem Aufzeichnungsformat, das heute als großartiges und erstrebenswertes „Vollformat“ gilt. Die Bildgröße wurde fortan nicht mehr durch die Größe des Films oder der Platte bestimmt, sondern durch die Vergrößerung im Labor. Dann kam die analoge Spiegelreflextechnik, ein Paradigmenwechsel, und die Kameras waren immer noch sehr handlich.

Mit Autofokusobjektiven, mit leistungsfähigen Windern und Motoren ging es dann aber wieder in die andere Richtung: die Kameras wurden größer, die Objektive wurden dicker und schwerer. Diese Tendenz gipfelten in Modellen wie der analogen Canon EOS 1V: groß, teuer, sehr leistungsstark. Ein Höhepunkt in der Entwicklung?

Technisch sicherlich schon: nie waren Kameras so treffsicher, so schnell und so leistungsstark gewesen.

Und das setzte sich im digitalen Zeitalter nahtlos fort. Eine 1ds, eine 1D MkIII, eine 1Ds Mk III – sie sahen alle genau so aus. Und die entsprechenden Nikon-Teile natürlich genauso. Groß. Fett. Beindruckend. Aber man hatte mit diesen Boliden eben auch ein echtes Monster in der Hand: schwer, auffällig, lautstark und lärmend. Und das nicht nur wörtlich, sondern auch im übertragenen Sinne: diese Kameras waren und sind ein Statement, und sie werden bemerkt, nicht immer positiv. Wenn man damit irgendwo agiert, wird man nicht selten gefragt: „Komme ich jetzt ins Fernsehen?“. Oder die unfreundliche Version: „Was soll das? Löschen Sie das Bild!“

Ich gebe gerne zu: ich stand mal auf so etwas. Ich war fasziniert von diesen großen Dingern. Ich habe mal gesagt: „Ich kaufe immer das Spitzenmodell. Dann kann mir keiner ans Bein pinkeln.“ Ich habe diese Haltung etliche Jahre gepflegt und genossen. Und das war auch OK so.

Aber das ist vorbei. Ich will jetzt etwas ganz anderes.

Ich erinnere mich an die große Zeit der Fotografie. Als das Still-Bild das führende visuelle Medium war. Als mutige und abenteuerlustige Fotografen mit ihren Kameras in die Welt ausgeschwärmt sind, um aufregende Geschichten zu erzählen. Diese Fotografen arbeiteten oft am Rande des Möglichen, des Erlaubten, des Genehmigten. Sie benutzten dafür die Technik ihrer Zeit, aber: auf der Höhe der Zeit.

Aber sie benutzten in der klassischen Zeit keine Kameramonster. Es waren Leicas, Contaxe, Nikons der 50er bis 80er Jahre. Handliche, freundliche, unauffällige Kameras.

Ich habe in der digitalen Ära lange auf etwas warten müssen das dem entspach. Erstklassige Qualität in kompakter Form. Großer Sensor, kleiner Formfaktor. Die Fujifilm X-100 war das erste Kameramodell, das diese Qualitäten bot. Dann folgten die X-Kameras mit Wechselobjektiven. Ein Traum wurde wahr. Und er vollendete sich, als die Pro2 und die T2 kamen: die gleichen Qualitäten, die gleiche Philosophie, aber jetzt auch in professionell.

Professionalität

 Auch wenn ich fast ausschließlich kommerzielle Kunden habe: ich fasse mich und meine Fotografie als Abenteuer auf. Ich nehme Teil an außergewöhnlichen Locations, ich begegne  herausragenden Menschen und außergewöhnlichen Technologien. Hier bin ich zu Gast mit meiner Kamera. Ich erzähle die Geschichte meiner Kunden.

Was macht eine professionelle Kamera für mich aus? Vielleicht kann man es mit zwei Worten sagen: Sicherheit und Leistung.

Sicherheit: redundante Bildaufzeichnung, scharfe Fotos in allen möglichen Situationen. Meisterung aller möglichen Aufnahmesituationen in produktionsrelevanter Qualität.Robuste Kameratechnik.

Leistung: treffsicherer Autofokus, flotte Serien, Nachführ-AF, der wirklich funktioniert. Excellente Bildqualität in allen Lebenslagen.

Das haben die Spiegellosen von Fujifilm mit ihren neuesten Modellen nun geschafft. Nur von den Funktionen her und ganz nüchtern betrachtet, boten die Kameras damit das, was „die anderen“ schon lange konnten. Na schön. Ein Spielzeug mehr in der Kiste. Kein Grund sich weiter aufzuregen, oder? Eigentlich. Aber da ist noch etwas anderes.

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Emotionen

Ich sprach zuvor von den mutigen und leidenschaftlichen Fotografen, die die Welt erkundeten, um ihrem Publikum von der Schönheit und der Außergewöhnlichkeit der Welt zu berichten.

Ich sehe mich auch irgendwie in dieser Tradition. Ich bin auch eine Art Geschichtenerzähler, der die Faszination eines Berufes, einer Lebenswirklichkeit, einer Technologie und der Menschen, die mir ihr umgehen, erzählt. Ich sehe mich nicht als Werbefotografen, der den Art Director beeindrucken (oder ihm Sicherheit geben) will.

Ich sehe mich auch als einen Fotografen, der sich das Leben erleichtern möchte. Ich sehe mich als jemanden, der optimal zu seinem Ziel kommen möchte. Ich möchte meine Stories „ganz leicht“ erzählen und mich frei und unbeschwert bei der Arbeit fühlen und als Fotograf freundlich wirken. Ich will das Vertrauen der Menschen gewinnen. Ich will niemanden beeindrucken, sondern überzeugen. Die Menschen sollen die Kamera möglichst gar nicht sehen.

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Ich sehe mich als X-Photographer.

 

Erleichterung

Was unterscheidet die X-Kameras von Fujifilm von den anderen professionellen Modellen?

Sie sind leicht. Sie sind smart. Sie bieten eine klassische Bedienungsphilosophie mit Blendenring und Drehrädern.

Sie bieten eine neue Form ehrlicher Fotografie.

Ich weiß schon: wenn man Gramm, Kilos, Leistungen vergleicht: dann gibt es viele Bewerber um die Aufmerksamkeit und die besten Plätze.

Nimm eine X-Pro2 in die Hand. Verstehe das Konzept. Und fühle Dich ein in den Dschungel der bildnerischen Möglichkeiten. Du kannst alles machen. Du hast volle Leistung. Du bis auf der Höhe der Zeit. Du bist ein Fotograf, der eine altmodische Knipse in der Hand hat. Niemand nimmt Dich wahr. Du kannst jedes Bild machen. Oder anders: man nimmt Dich kraft Deiner Persönlichkeit und Deiner persönlichen Macht wahr. Aber nicht, weil Du etwas angesagt Professionelles in der Hand hast. Sondern, weil Du bist, wer Du bist.

Nimm eine X-Pro2 oder eine X-T2 in die Hand und genieße Dich in Deinem Flow. Es funktioniert.

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Exklusive Möglichkeiten

Jedes Werkzeug hat seine ureigenen Vorteile und exklusiven Möglichkeiten. Nach 10 Jahren digitaler Spiegelreflexfotografie sind mir ein paar Dinge positiv aufgefallen, die ich in 2016 nur mit den Fujifilms machen konnte. Zum Beispiel:

  • Die kleinen Kameras lassen sich enorm flexibel einsetzen und ermöglichen damit Bilder, die sonst nicht möglich wären. Ich verstecke sie in Maschinenteilen oder an anderen unzugänglichen und beengten Orten und löse per Fernsteuerung aus. Das ergibt mitunter Perspektiven, auf die ich sonst verzichten müsste.
  • Das Klappdisplay der X-T2 erspart mir manche Verrenkung oder ermöglicht Aufnahmestandorte, die sonst nicht möglich wären
  • Der Autofokus greift in schummrigen oder Gegenlicht-Situationen um Größenordnungen besser als es die beiden Spitzen-DSLRs tun, die wir haben/hatten
  • Die so viel weiter außen liegenden Fokuspunkte geben eine neue Freiheit bei der Komposition des Bildes (auch etwas, worauf Fotografen dank des technischen Fortschritts lange verzichten mussten)
  • Den elektronischen Sucher sehe ich als wichtige Hilfe bei der Prävisualisierung eines Bildes an – und auch bei der Beurteilung eines gerade geschossenen Bildes.
  • Bei meiner freien Fotografie kann ich aufgrund des „harmlosen“ Charakters der Kameras auch dann noch Bilder machen, wenn ich mit der DSLR längst in Diskussionen mit dem Sicherheitspersonal verwickelt wäre.

Back to Reality

Das alles zusammengenommen sind starke Argumente und noch stärkere Emotionen. Aber ich spreche hier nicht über Romantik oder Theorie. Das sind sehr konkrete Erfahrungen aus 9 Monaten professioneller Industrie- und Corporate-Fotografie mit X-Kameras. Die Kameras helfen Dir, sie unterstützen und erleichtern den Job. Niemand stellt Dich in Frage. Niemand zweifelt Dein Können an. Niemand schickt Dich nach Hause. Niemand hindert Dich am Fotografieren.

Die Menschen wollen nur wissen, welche Vision Du von ihrem Leben hast. Und wie Du diese Geschichte mit deiner Kamera erzählst.

Erzähle sie.

Jahresfazit

Ich bin mit Fujifilm X-Pro2 und X-T2 nun fast ein Jahr unterwegs. Ich habe die Kameras eingesetzt in den unterschiedlichsten Situationen.

  • in der Nabe einer Windkraftanlage
  • in unterirdischen Wasserwerken
  • in Brunnen unter der Erde
  • in Abfalltrennungsanlagen
  • auf Segeltörns
  • in der Flugzeigindustrie
  • in einer Glasbläserschule
  • auf hoher See
  • in luftiger Höhe
  • tief in …
  • hoch auf….
  • mitten drin…

Ich habe meine Vision des Themas damit immer umsetzen können. Nie hat sich ein Kunde über irgendetwas beschwert. Alle waren sehr zufrieden. Der einzige Kommentar zur Kamera selbst kam von der Marketing-Leiterin eines Unternehmens. Sie fand die Fujifilms besonders „hübsch“.  🙂

Perfektion?

Sind die X-Kameras perfekt? Natürlich nicht. Sie können auch nicht alles besser als die anderen. Aber sie sind fit für’s Business. Sie sind richtig gut. Und sie machen mir Freude: Jeden Tag, jede Sekunde, in denen man sie in der Hand hält.

Es ist eine andere Qualität, damit zu arbeiten. Die fotografische Realität und Praxis hat eine Dimension hinzu gewonnen. Dafür bin ich dankbar. Dabei werde ich bleiben. Und ich freue mich auf eine spannende Zukunft.

Die Entwicklungen werden weiter gehen. Ich habe noch so manche Wünsche an das System – ich hoffe, Fujifilm hört ein bißchen auf mich! 🙂

Viele Grüße von der Bilderfront. Wir sehen uns.

Christian Ahrens

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Neue Kofferordnung – Anpassung an den status quo

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Der Fotokoffer, die Fototasche ist eine heilige Kuh. Jeder Fotograf hat seine Packordnung, weiß genau, an welcher Stelle und in welchem Fach welches Teil liegt und kann blind in die Tasche greifen, um das gewünschte Gerät sofort herausziehen zu können. Und obwohl das so ist, und obwohl das wichtig ist, verändert sich die Packordnung im Laufe der Zeit immer wieder, nämlich dann, wenn sich grundlegende Dinge ändern: wenn neue Techniken einziehen oder sich das Verhalten des Fotografen ändert. Beides ist in den letzten Monaten bei mir passiert, und deshalb ist es nun mal wieder soweit: der Koffer wird neu organisiert!

Nachdem der Sommer nun endgültig vorbei ist, ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt dafür: wir starten in die Jahresendrallye. Nach enggetaktetem Frühjahr, entspanntem Sommer und vielversprechendem September stehen nun noch die zweieinhalb Monate bis Weihnachten an. Das Auftragsbuch füllt sich erfreulich, und wir freuen uns auf spannende Erlebnisse und coole locations. Auf dem Plan stehen Produktionen in Berlin und Hamburg, wir fotografieren in der Chemie, in Museen, bei Industrieausstattern, bei Airbus…. Es ist eine Freude, diesem abwechslungsreichen Beruf nachzugehen!

Noch ein Wort zum Koffer: naturgemäß ist er das Kernstück meiner Ausrüstung, hier finden sich die zentralen Tools wie Kameras und Objektive, aber auch das kleine Licht (diverse LED-Lampen und 4 manuelle Yongnuo YN560-IV Handblitzgeräte). Dahinter steckt die Philosophie, notfalls praktisch jede Fotoproduktion mit diesem Koffer (und 2-4 Stativen) realisieren zu können. Sogar klassische Portraits könnte ich machen – Dank eines zusammenfaltbaren Beauty Dish’s (das ist das gelbe Ding links oben). Ergänzt wird dieser Koffer um einen weiteren mit dem „großen“ Licht, einen Koffer für die verschiedenen Sicherheitsausrüstungen und -Klamotten – und dann gibt es noch zwei große Stativtaschen mit Stativen und Aufhellern.

Doch warum nun die Neuordnung im Kamerakoffer?

In den ersten Jahren habe ich die Fujifilm X-Kameras ja exklusiv mit Festbrennweiten genutzt. Das war in der Zeit, als ich ausschließlich privat oder „frei“ mit den Kameras gearbeitet habe. Zur smarten X-E2 die kleinen Festbrennweiten – das erschien mir schön, „klassisch“ und einfach richtig. Seitdem ich die X-Pro2 und X-T2 nun auch beruflich nutze, sind natürlich auch die Zooms dazugekommen: das 10-24 und das 16-55 sowie das 50-140. Die sind halt einfach praktisch. Trotzdem: seitdem ich mit Fujifilm fotografiere, fotografiere ich (auch beruflich) wieder viel mehr mit Festbrennweiten! Kann gar nicht mal sagen, warum eigentlich, ich habe einfach Lust darauf und genehmige mir den zusätzlichen Objektivwechsel viel öfter als zu DSLR-Zeiten. Ob es eine Folge des klassischen Kamerakonzeptes ist?

Wie auch immer, ich tue es, und ich mag es. Also müssen die Festbrennweiten nicht nur immer dabei sein, sondern auch wohlgeordnet und optimal im Zugriff. Und weil die vielen schwarzen Objektive in der Tasche manchmal auf den ersten Blick kaum auseinanderzuhalten sind, haben sie auch noch eine aussagekräftige Beschriftung bekommen…. Sinnvollerweise (?) auf dem Objektivdeckel…. 🙂 Aber zum Glück arbeiten wir ja als Fotografenteam, und so wird zumindest kein dämlicher Assistent die Deckel vertauschen… Weil, wir werden natürlich immer den richtigen Deckel auf’s Objektiv schrauben, gell? 🙂

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In diesem Sinne wünsche ich allen Fotografen einen starken Herbst, coole Bilder, sexy Jobs. glückliche Kunden und ein gutes Händchen für eine ideale Packordnung. Die nächste Revision kommt bestimmt!

Update: Mehrere Leser haben nachgefragt, welchen Fotokoffer ich (sehr zufrieden) nutze. Es handelt sich um den Pro Roller X300 AW von Lowepro – allerdings habe ich offenbar noch ein älteres Modell, das zwischenzeitlich überarbeitet wurde und nun leicht anders aussieht (vor allem im Deckel innen).

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Für Reisen: der elektrifizierte Koffer

Elektro-Koffer

Heute möchte ich ein neues Familienmitglied in meiner Produktionsausrüstung vorstellen: der elektrifizierte Koffer. Ich habe ihn gerade „erfunden“. Anlass ist unsere morgige Anreise zu einem längeren Job im Osten Deutschland. Ab Montag fotografieren wir an sechs aufeinanderfolgenden Tagen für einen französischen Konzern in der Lausitz. Das wird spannend, anstrengend, erfüllend und erlebnisreich werden! Und es wird natürlich auch unsere Technik fordern. Spätestens am dritten Tag würde uns „der Saft ausgehen“, wenn wir nicht rechtzeitig vorsorgen. Jeden Abend heißt es also: Akkus laden, Energie für die Arbeit on location sicherstellen. Und das sind eine Menge Systeme: die proprietären Akkus für die 600Ws-Kanonen, die AA und die AAA-Akkus für die Handblitze und Funkauslöser, die Kamera-Akkus für Fujifilm und Canon, die Akkus für unser LED-Dauerlicht und den Akku für die LED-„Lichterkette“. iPhone und iPad nicht zu vergessen. Nicht selten ist es richtig problematisch, in den Hotelzimmern genügend Steckdosen zu finden, um an einem Abend genügend neue Energie aufzutanken. Daher habe ich heute etwas realisiert, was dieses Problem löst und was ich mir schon länger gewünscht habe: den elektrifizierten Koffer.

Kernstück ist ein alter Lowepro-Flugkoffer, den ich schon länger nicht mehr nutze. Da liegen sie jetzt alle drin – die Netzteile und Ladegeräte für die vielen verschiedenen Akku-Systeme. Sie sind verkabelt und betriebsfertig mit einer Mehrfachsteckdose. Die muss dann im Hotel einfach nur noch eingestöpselt werden, und ich kann sofort loslegen. So kann ich, wenn wir abends nach der Produktion im Hotel ankommen, den Koffer schnell ans Netz bringen und die notwendigen Ladevorgänge anschmeißen. Später dann, nach dem Essen, stecke ich kurz vorm Schlafengehen gegebenenfalls noch weitere Akkus in die Schächte und kann zusätzliche Chargen aufladen.

Der Koffer ist nicht schwer, lässt sich leicht transportieren und scheint mir eine wirklich praktische und nützliche Hilfe für überregionale Produktionen zu sein. Die kommende Woche wird’s erweisen, dann ist die praktische Erprobung angesagt!

 

 

Neuer Blitzworkflow mit Fernbedienung

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Es ist schon interessant, wie Veränderungen in den Abläufen Kreise in ganz anderen Bereichen ziehen. Die Integration der Fujifilm X-Pro2 in meine fotografische Arbeit führte ja zu umfangreichen Basteleien, um unsere vorhandenen Blitzsysteme in die Arbeit sauber integrieren zu können. Das wiederum führt dazu, dass man sich mit der Technik, die man schon seit Jahren benutzt neu und anders auseinandersetzt und dabei auch auf Lösungen und Workflowerweiterungen stößt, die vielleicht schon seit Jahren verfügbar, von mir aber bisher schlicht nicht bemerkt worden sind.

So erging es mir mit unseren kleinen Handblitzen, von denen wir sehr viele im Sortiment haben. Zuerst habe ich herausgefunden, dass das Yongnuo Sender- und Empfangssystem in kritischen Situationen (zum Beispiel in Industriehallen, in denen sehr viel Stahl herumsteht) wesentlich besser funktioniert als die renommierten Pocket Wizards (die jedoch sonst einen durchaus anständigen Job machen). Und dann habe ich festgestellt, dass Yongnuo eine spannende kleine Fernbedienung für ihre Blitze im Sortiment hat, die unter 40 Euro kostet und dem Industriefotografen das Leben ganz schön erleichtern kann.

Das Gerät ist herstellertypisch klar und einfach in der Bedienung und funktioniert unter „normalen“ Bedingungen (draußen, in Wohnräumen, in Büros) ganz ausgezeichnet. Man kann praktisch alle Funktionen, vor allem aber Leistung und Fokus der Blitze, bequem am Steuergerät einstellen, was eine enorme Arbeitserleichterung sein kann, vor allem, wenn die Blitze auf hohen Stativen, an unzulänglichen Orten oder in nur fummelig zugänglichen Softboxen platziert wurden. Das Steuergerät Yongnuo YN560-TX ist konzipiert für die manuellen Blitze von Yongnuo und arbeitet sauber mit den Modellen YN560 IV und III zusammen, die eigene Empfänger haben.

Wie schlägt sich das Gerät in der Praxis? Am Mittwoch habe ich es erstmals in rauher Industrieumgebung eingesetzt: Große Halle, relativ große Distanzen von 5 bis 10 Metern von der Kamera, viel Eisen und Stahl im Umfeld. Die Bilanz: das Gerät hat funktioniert, soweit ich mich erinnern kann, ohne jeglichen Aussetzer. Das ist toll und macht Hoffnung für eine echte Arbeitserleichterung on location.

Beim Fotografieren habe ich allerdings auch festgestellt, dass die ganze Fernbedienerei überhaupt nichts nützt, wenn man nicht weiß, ob da gerade ein Blitz aus der Gruppe A, B oder C im Hochregal versteckt ist. Und wenn man erst da wieder hin muss, nur um festzustellen, dass es doch nicht der B-, sondern der C-Blitz ist, dann ist die ganze Arbeitserleichterung wieder zunichte gemacht.

Um hier keine Zeit zu verlieren, habe ich mir eine visuelle Markierung der Blitze überlegt. Siehe die bunten Klebebänder im Beitragsfoto. Falls der Blitz also noch sichtbar ist, kann man zumindest darüber schnell herausfinden, welche Kennung das Gerät hat. Oder man schaut bei den anderen sichtbaren Blitzen nach und stellt so fest, welcher gerade NICHT sichtbar ist…. Ob es das schon ist und ob die relativ dezente Markierung am Blitzfuß in der Praxis ausreicht, weiß ich noch nicht. Aber das wird sich in den nächsten Tagen schnell herausstellen.

Auch die Farbmarkierungen werde ich noch ändern: A – B – C sollen mal mehr Fotografen-like R – G – B werden (aber ich habe gestern auf die Schnelle kein knallgrünes Isolierband gefunden). Die Blitze mit der Kennung D – E – F werden dann Black – White – und ???? Hm, hier fehlt mir noch eine sinnige Farbe für den 6. Blitz…

Fazit: das kleine Gerät ist eine coole Ergänzung und wird aller Wahrscheinlichkeit unsere Arbeit sehr beflügeln. Ich freue mich drauf!

____________________Ein durchaus moralisches Angebot_________________________________

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Sie können die oben erwähnten Produkte mit einem schnellen Klick direkt bei Amazon bestellen. Ja, es handelt sich dabei um sogenannte Affiliate-Links, d.h. ich als Betreiber dieses Blogs bekomme eine kleine Provision, wenn Sie hier bestellen. Ich verwende das Geld, um diesen Blog nach und nach auszubauen und auch in Zukunft mit spannendem Content zu füllen.

Glasklar gesagt: Ich empfehle ausschließlich Dinge, die ich ausgiebig erprobt habe und selbst gerne und erfolgreich in der Praxis nutze –  und daher von ganzem Herzen empfehlen kann. Also: viel Freude damit! 🙂